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CSEM startet mit europäischen Partnern das Projekt „Wear-a-BAN“

CSEM startet mit europäischen Partnern das Projekt „Wear-a-BAN“ –
unsichtbare, am Körper tragbare, drahtlose Mensch-Maschine-Schnittstellen
 
Zurich, 27. Juli 2010 – CSEM und seine europäischen Partner startet im Juni erfolgreich das von
der Europäischen Gemeinschaft finanzierte Projekt Wear-a-BAN. Ziel dieses innovativen Projekts
ist die Untersuchung und Demonstration von Technologien für drahtlose körpernahe
Kommunikationsnetzwerke– so genannte Body Area Networks (BAN) – mit extrem niedrigem
Energieverbrauch, die die Entwicklung unsichtbarer Mensch-Maschine-Schnittstellen in
verschiedenen Marktsegmenten ermöglichen, wie zum Beispiel intelligente und interaktive
Textilien, Robotertechnik für Assistenz- und Rehabilitationssysteme der erweiterten Realität
(Augmented Reality, AR) und natürliche Schnittstellengeräte für Videospiele. Wear-a-BAN
ermöglicht technologische Durchbrüche, die entscheidenden Einfluss auf die Gesellschaft haben
werden: Verbesserung von Komfort, Gesundheit und Sicherheit für eine breite Anwenderschicht
in der europäischen Bevölkerung.
 
Mit Hilfe der Integration von emotionalen Daten und Bewegungsdaten – Parameter, deren Ausdruck
über herkömmliche HMI-Geräte schwierig ist – lässt sich die Kommunikation zwischen Mensch und
Maschine, auch als Human-Machine-Interface (HMI) bezeichnet, intuitiver und natürlicher gestalten. Bei
der Kommunikation zwischen Menschen wird ein Grossteil der Informationen auf natürliche Weise durch
nonverbale Kommunikation (Körpersprache, Intonation usw.) übermittelt. Ein Paradigmenwechsel in
diese Richtung erfordert eine Verlagerung weg von den klassischen Computer-Peripheriegeräten hin zu
natürlichen Schnittstellen, die die natürliche menschliche Interaktion nachahmen. Durch die jüngsten
Fortschritte in Mikroelektronik, integrierter Signalverarbeitung sowie Softwaretechnologien rücken
natürlichere HMI-Lösungen in greifbare Nähe. Dadurch werden neue Massstäbe bei Schnittstellen für
Computerspiele, medizinische Rehabilitationsanwendungen und Robotertechnik gesetzt und die intuitive
Lernkurve des Einzelnen verkürzt.
 
Die Auftaktsitzung für das Projekt Wear-a-BAN fand am 23./24. Juni in Limasol in Zypern statt, wo das
Projekt mit aktiver Beteiligung der Konsortiumsmitglieder erfolgreich auf den Weg gebracht wurde.CSEM
wurde als technischer Koordinator des Projektes gewählt und stellt ein RF-System-on-Chip mit äusserst
niedrigem Energieverbrauch zur Verfügung, das auf der icycom-Technologie von CSEM basiert und den
branchenweit niedrigsten Energieverbrauch für die Funkübertragung sowie eine digitale
Signalverarbeitung auf Chip bietet.
 
Das Projekt Wear-a-BAN wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Instruments
„Forschung für spezielle Zielgruppen“, insbesondere für Verbände von kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU), kofinanziert. Wear-a-BAN unterstützt die Politik der Europäischen Gemeinschaft,
wie zum Beispiel eHealth für eine bessere Gesundheitsversorgung in Europa, oder i2010 zur Förderung
einer besseren Integration behinderter Menschen mit Hilfe von IKT, sowie eLearning zur Beschleunigung
von Reformen in der Bildung und Ausbildung betreffend der EU-Vorschriften für Sicherheit und
Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, um die Interaktion für Bediener von Maschinen und
Robotersystemen sicherer zu gestalten.

Veröffentlicht am:
12:14:49 30.07.2010 | Comvation, System Comvation