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Nationaler Innovationspark: Studie weist Machbarkeit eines Standorts in Biel nach

Ein Nationaler Innovationspark mit stark vernetzten Standorten – diese Vision hat der Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz (MSFS) in den letzten Monaten weiterentwickelt. Die Machbarkeitsstudie für den Standort Biel/Bienne zeigt auf, wie dieser im Einklang mit der Planung  für  Dübendorf  und  dem  Gesamtkonzept  des  nationalen  Innovationsparks  definiert  und entwickelt werden könnte. Während auf Bundesebene die Gesetzgrundlage konkretisiert wird, plant  der  Verein  MSFS  die  nächsten  Schritte  und  will  in  den  nächsten  Monaten  die  Trägerschaft auf die potenziellen Innovationsstandorte ausweiten.  

 
Die  Vision  einer  Stiftung  Forschung  Schweiz  fusst  auf  der  ursprünglichen  Idee  auf  dem  Areal  des Flugplatzes Dübendorf einen nationalen Innovationspark zu etablieren. Mit der vom Bundesrat vorgeschlagenen Totalrevision des Bundesgesetzes zur Förderung der Forschung und Innovation (FIFG) soll dazu die gesetzliche Grundlage geschaffen werden. Die Vernehmlassung dazu ergab, dass eine Vielzahl der Vernehmlassungsteilnehmer ein Konzept mit mehreren Standorten präferiert. So ist bereits letztes Jahr in Erweiterung zu Dübendorf ein Projekt in Raron/Turtmann erarbeitet worden. Mit der Machbarkeitsstudie für den Standort Biel/Bienne präsentiert nun der Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz (MSFS) ein Konzept für einen weiteren Standort des nationalen Innovationspark.
Die Standorte sollen unter dem Dach der Stiftung Forschung Schweiz betrieben werden. Die Aktivitäten werden in einem Netzwerk so organisiert, dass die bestehenden Stärken des jeweiligen Standorts optimal genutzt werden.  
 

Ein Konzept – mehrere Standorte

Während auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf ein funktionierendes Innovationsquartier mit Arbeiten, Freizeit und Wohnen erst noch geschaffen werden muss, präsentiert sich Biel schon heute als kreativer, technologie-affiner Standort. Mit der Einbettung eines nationalen Innovationsparks in einen allfälligen Campus der Berner Fachhochschule würden sich für die Stadtentwicklung von Biel interessante Möglichkeiten ergeben. Die Studie geht von einer  Kernzone  (Nukleus)  in  unmittelbarer  Nähe zum Bahnhof und mehreren verschieden grossen Werkzonen mit unterschiedlichen Entwicklungshorizenten aus, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind. Einige der betrachteten Flächen stehen nicht unter  der  Planungshoheit  des  Kantons  Bern  oder  der  Stadt  Biel.  So  wurde  beispielsweise  für  eine mögliche  Erweiterung  das  Gelände  des  Güterbahnhofs  in  Betracht  gezogen.  Diese  Option  würde jedoch erst realisierbar, sollte die SBB dieses Areal künftig nicht mehr zum Eigengebrauch benötigen.
Vonseiten der SBB bestehen hierzu noch keine Planungshorizonte. Dank rasch verfügbaren Landre-serven an zentraler Lage könnte aber ein Nukleus für den Innovationspark schnell in die Realität umgesetzt  werden.  „Mit  den  ersten  Schritten  am  Standort  Biel/Bienne  könnten  wertvolle  Erfahrungen gesammelt  werden,  welche  für  die  Konkretisierung  des  Standorts  Dübendorf  erfolgsfördernd  sind", sagt Ruedi Noser, Mitinitiant und Präsident des Vereins Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz. 
 
Der nationale Innovationspark in Biel würde eine Plattform schaffen für gemeinsame Forschungs- und Innovationsaktivitäten  von  Schweizer  und  internationalen  Unternehmen  sowie  Universitäten  und Fachhochschulen. Er würde insbesondere nicht nur Angebote für Jungunternehmer bieten, sondern auch  Angebote  für  KMUs  der  Region  sowie  nationale  und  internationale  Grossunternehmen.  Dazu gehören Innovationszellen, also die Infrastruktur für Projektgruppen aus mittleren und grösseren Unternehmen, die für einen spezifischen Projektauftrag temporär zusammengestellt werden. Dazu gehören  auch  sog.  Living  Labs,  die  der  Beobachtung  des  Gebrauchs  von  Produkten  unter  Real-Life-Bedingungen dienen. Und dazu gehört ein rascher Zugang zu Labordienstleistungen inklusive einer kompetenten Interpretation der Mess-Ergebnisse. Mit seinen Angeboten würde der nationale Innovationspark  den  Zugang  von  Unternehmen  zu  akademischem  Wissen  und  Forschungsresultaten verbessern.  Der  Berner  Volkswirtschaftsdirektor,  Regierungsrat  Andreas  Rickenbacher,  freut  sich, dass die Studie in Bezug auf die Machbarkeit positive Schlussfolgerungen zieht. Gestützt auf die ausgewiesenen wissenschaftlichen und unternehmerischen Kompetenzen der Region bietet das Projekt enorme Chancen und die Innovation auf allen Ebenen wirksam zu fördern. Gemäss dem Bieler Stadtpräsidenten  Hans  Stöckli  bestätigt  die  Studie  die  Stärken  und  die  Potenziale  der  Region  als  Hightech- und Wirtschaftsstandort. "Wir unterstützen weitere Schritte zur Erhärtung der Machbarkeit eines Innovationsparks in Biel", so Stöckli. 
 

Startphase unabhängig von der Konzeption für Dübendorf

Die  vorliegende  Überlegungen  bezüglich  der  Ausrichtung,  Finanzierung  und  dem  Parkmanagement an  einem  möglichen  Standort  Biel/Bienne  gehen  davon  aus,  dass  der  Park  in  Biel  in  einem  ersten Schritt ohne direkten Bezug zum Standort Dübendorf bestehen können müsste. Dies vor dem Hintergrund,  dass  die  Umsetzung  von  ersten  Schritten  in  Biel  sehr  schnell  möglich  wäre,  während  die raumplanerischen Rahmenbedingungen für Dübendorf erst in ein paar Jahren definiert sein werden.
Für die Startphase in Biel wird vorgeschlagen, dass der Verein MSFS eine Task Force gründet, um weitere  Abklärungen  zu  treffen,  insbesondere  bezüglich  möglicher  Investoren  und  einer  optimalen Trägerschaft.  Nach  der  Gründung  der  Stiftung  Forschung  Schweiz,  d.h.  ca.  ab  2014,  würde  das Parkmanagement von der Stiftung selbst übernommen. Die Finanzierung des Parkmanagements wird als Teil des Stiftungszwecks unter dem Titel „Förderung der Innovationstätigkeit in der Schweiz“ verstanden. 

Kontakt

 

Ruedi Noser, Nationalrat, Präsident Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz
Mobile 076 355 66 64
 

Andreas Rickenbacher, Regierungsrat, Volkswirtschaftsdirektor Kanton Bern,
Telefon 031 633 48 40
 

Hans Stöckli, Stadtpräsident Stadt Biel/Bienne
Mobile 079 770 83 58
 

Marc Thalmann, Geschäftsführer Verein Machbarkeit Stiftung Forschung Schweiz
Telefon 055 254 51 15, Mobile 078 624 16 69 
E-Mail thalmann@stiftung-forschung-schweiz.ch


Veröffentlicht am:
16:23:10 13.10.2010 | Comvation, System Comvation